Mikrofone & Ton

Es mag wie ein kleines Thema wirken, ist aber sehr wichtig.

Du bist am Set, im Kostüm, geschminkt und bereit. Dann kommt der Tonmann rüber und überlegt, wie er dich verkabeln soll.

Die verschiedenen Mikrofontypen #

Im Wesentlichen gibt es zwei Hauptoptionen.

Wenn du eine Szene drehst und die Kamera nah an deinem Gesicht ist, entscheidet man sich wahrscheinlich für ein Boom-Mikrofon. Das ist einfach ein Mikrofon an einer langen Stange, die ein Boom-Operator knapp außerhalb des Bildausschnitts über dir hält, um aufzunehmen, was du sagst.

Wenn es sich dagegen um eine Totale handelt und das Boom-Mikrofon nicht nah genug herankommt, wird ein Funkmikrofon verwendet. Das ist heutzutage üblicher und schnell eingerichtet. Ein Techniker klemmt ein winziges Mikrofon an deinen Kragen, unter deinen Revers, in deine Bluse oder an eine andere unauffällige Stelle. Dann verlegt er das Kabel unter deinem Shirt und verbindet es mit einem Sender ungefähr in der Größe einer Zigarettenschachtel, den du in die Tasche steckst oder am Gürtel befestigst, sodass er nicht zu sehen ist.

Versuch nicht, dabei mitzuhelfen – halt einfach dein Shirt hoch und lass den Techniker arbeiten. Keine Sorge: Er hat schon tausende Büstenhalter gesehen und interessiert sich nicht für dich, er will nur seinen Job erledigen und weitermachen. Also keine falsche Scheu, wenn er etwas Haut zu sehen bekommt.

Sobald das erledigt ist, kann der Techniker alles, was du sagst, aufnehmen – ausnahmslos.

Pass auf, was du sagst #

Erinnerst du dich daran, dass die Tontechniker alles hören, was du sagst?

Denk daran: Sie hören WIRKLICH ALLES, was du sagst, denn ES HÖRT IMMER JEMAND ZU, egal wo du gerade bist. Also behalte diese einfachen Dinge im Kopf, wenn du ein Funkmikrofon trägst.

Leise und laute Geräusche #

Während einer Einstellung hört der Tontechniker über Kopfhörer alles mit, was das Mikrofon aufnimmt. Gelegentlich bricht er die Einstellung ab, weil ein Flugzeug vorbeifliegt oder in der Ferne eine Polizeisirene ertönt.

Bevor es losgeht, bittet der Techniker dich, ein paar Sätze aus der Szene zu sprechen, um den Ton zu prüfen. Wenn du flüstern musst, dreht er die Aufnahmelautstärke hoch; wenn du schreist, dreht er sie runter.

Aber was ist, wenn du erst ein bisschen flüsterst und dann plötzlich schreist?

Goldene Regel: Bei einem plötzlichen, starken Lautstärkewechsel sag dem Tontechniker vorher Bescheid! Wenn er die Aufnahmelautstärke für dein Flüstern weit aufgedreht hat und du dann unvermittelt schreist, kann ihm das buchstäblich die Ohren zerreißen – und damit machst du dich nicht gerade beliebt!

Noch ein letzter Punkt: Wenn live aufgenommen wird, kann der Techniker plötzlich absolute Stille am Set verlangen. Die gesamte Cast und Crew hält inne und schweigt, während der Techniker die Umgebungsgeräusche oder den Raumton aufnimmt. Du musst dich um die technischen Details nicht kümmern – aber wenn der Tontechniker alle zur Ruhe auffordert, halt dich daran und gib keinen einzigen Laut von dir, bis er „Cut" ruft.

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