Hollywood 06: Erfolgsgeschichten — Wie andere es wirklich geschafft haben
Aber genug der düsteren Aussichten! Bevor wir weitermachen, feiern wir einige Erfolgsgeschichten von europäischen Schauspieler:innen, die in die USA gegangen sind und dort wirklich Fuß gefasst haben!
Antonio Banderas, Daniel Brühl, Mads Mikkelsen, Saoirse Ronan, Colin Farrell, Hugh Jackman, Hugh Laurie und eine ganze Reihe weiterer großer Stars haben ihre Karriere in Europa (und anderswo) begonnen und sind schließlich in LA gelandet.
Dazu kommen aber auch viele weniger bekannte Schauspieler:innen, die in die USA gegangen sind und dort ihren Lebensunterhalt verdienen.
Wir haben recherchiert, mehrere Schauspieler:innen interviewt (darunter einige hier auf enCAST.pro) und das Internet nach Erfahrungsberichten durchforstet. Was wir herausgefunden haben, ist so einfach wie eindeutig.
Es gibt keine Abkürzungen. Es braucht Arbeit. Es braucht Zeit. Es braucht Geld. Es braucht Durchhaltevermögen.
Aber es ist möglich!
Was erfolgreiche europäische Schauspieler:innen in den USA gemeinsam haben #
- Nennenswerte Erfolge im Heimatland, bevor sie es in LA versucht haben
- Perfekte Beherrschung des eigenen Akzents sowie eines amerikanischen Akzents
- Kenntnisse über die Unterschiede zur US-Branche (Agents, Casting usw.)
- Ausreichend Ersparnisse (mindestens die Lebenshaltungskosten für ein Jahr)
- Rechtsstatus geklärt, BEVOR man einreist
- Realistische Erwartungen an den Zeitrahmen (3–5 Jahre, um sich zu etablieren)
„Aber was ist mit den Geschichten vom Erfolg über Nacht?"
Die gibt es, aber sie sind wie Lottogewinne. Man plant seine Altersvorsorge nicht damit, den Jackpot zu knacken.
„Aber ein Freund von mir ist vor 20 Jahren nach LA gegangen und hat sich dort inzwischen fest etabliert."
Früher sind viele europäische Schauspieler:innen nach LA gegangen und haben sich dort eingerichtet — mit einem Touristenvisum, in der Hoffnung, nicht aufzufliegen und abgeschoben zu werden.
Viele haben es in der Branche dann doch nicht geschafft, ihr Geld ist ihnen ausgegangen, sie wurden erwischt und mussten wieder nach Hause. (Ihr wisst, wer ihr seid!)
Aber ja, manche sind tatsächlich durchgekommen. Es gibt belegte Fälle von Schauspieler:innen, die lokale Jobs gefunden haben, dann mehr Arbeit bekommen haben, schließlich eine Green Card erhielten und irgendwann die amerikanische Staatsbürgerschaft. Und heute sind sie aus der Branche nicht wegzudenken.
Das war jedoch damals. Heute, mit zentralisierteren Meldesystemen und Visabeschränkungen — und vor allem angesichts der verschärften Maßnahmen gegen illegale Einwanderung in jüngster Zeit — ist diese Art von Geschichte einfach nicht mehr möglich.
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